Projektwoche "Nathan und seine Kinder" im Mai 2011
Die Projektwoche der Schule drehte sich anlässlich der Aktion "Planegg liest ein Buch" rund um die Erzählung "Nathan und seine Kinder" von Mirjam Pressler.
Die einzelnen Klassen und Gruppen der 1. bis 4. Jahrgangsstufe befassten sich mit den unterschiedlichsten Themeninhalten. So unter anderem:
- mit deutschen und orientalischen Namen und deren Bedeutung
- mit Gegenständen und Lebensgewohnheiten im Orient
- mit orientalischer Kunst und Kultur
- mit kulinarischen Besonderheiten aus den Ländern Arabiens
- mit arabischen Märchen
- mit orientalischer Musik auf Original-Instrumenten
- mit dem Schachspiel als Element orientalischer Freizeitbeschäftigung
- mit den verschiedenen Religionen
- mit dem Thema Freundschaft als interkulturellem Anliegen
"Möchtest du einen Namen haben?", fragte Nathan den Jungen.
Die Klasse 1b hat sich während der Projektwoche mit unterschiedlichen Namen und deren Bedeutung befasst.
Die Schüler haben:
- ihre Namen auf einer großen Liste eingetragen, die von allen anderen Schulkindern weiter ergänzt wurde.
- ihre eigenen Namen gedruckt.
- ihre Namen in Schreibschrift gestickt.
- ihre Namen mit Federhalter, Feder und Tusche geschrieben.
- ihre Namen gemalt und auf Stoff aufgetragen.
- die Namen von drei Religionen erfahren.
Mit dem Fliegenden Teppich in den Orient
Wir, die Kinder der Klassen 1a und 2a, reisten mit dem Fliegenden Teppich zu verschiedenen Stationen im Orient. Zunächst begaben wir uns mit einer Karawane in die Wüste und erfuhren viel Interessantes über die Kamele. Auch eine Fata Morgana erschien uns in der Hitze der Wüste.
Nach einem wilden Flug durch den Wüstensturm erreichten wir schließlich eine arabische Stadt, in der wir uns am Basar mit köstlichen Früchten und wohlschmeckenden Tees erfrischen konnten. Außerdem erschnupperten wir viele verschiedene orientalische Gewürze.
Wir gehen aufeinander zu und reichen uns die Hand!
Wir, die Kinder der 2b und 2c, haben gelernt, wie man Freunde gewinnt und behält und warum Freundschaft und Toleranz so wichtig sind.
Damit unsere Freundschaften auch lange halten, haben wir Freundschaftsbänder geknüpft.
Die Klasse 3a in der Welt des Schachs
Im Mittelpunkt der Projektwoche stand das Spiel „Schach“. Von der Entstehung über das Erlernen des Spiels bis hin zur künstlerischen Umsetzung des schwarz-weiß-Themas beschäftigte uns alles. Wir haben alle Schachspielen gelernt oder unser Können um einige Tricks und Kniffe erweitert.

Ein Höhepunkt am Freitag war das Menschenschach. 32 Kinder haben sich als Schachfiguren verkleidet und auf einem großen Spielfeld bewegt. Schüler spielten gegen Eltern und - wie könnte es anders sein - die Schachprofis der 3a haben die Erwachsenen besiegt.
Hörtheke über arabische Instrumente
Immer 2 oder 3 Schüler unserer Klasse 3b haben sich ein spezielles orientalisches Instrument vorgenommen. Dazu haben wir Plakate und Hörbeispiele gemacht.
Es waren dies die Instrumente: Kanun, Saz, Santur, Kamancheh, Nay und Riqq.
Die Riqq haben wir selbst gebastelt . Das hat viel Spaß gemacht.
Zurück in das Jerusalem des 12. Jahrhunderts
Die Klasse 3c hat sich in die Welt des Jerusalems im 12. Jahrhundert hineinversetzt. Wir haben unseren Wohnraum entsprechend hergerichtet und aus dem Fenster in die Wüstenlandschaft geblickt, gegessen, getrunken, uns gekleidet und geduftet wie damals. Außerdem haben wir die Musik genossen und Stilleben gemalt, wie ein Tisch gedeckt gewesen sein könnte.
Nathan und seine Kinder - ein Schachteltheater
Die Klasse 4a setzte das Buch in mehreren Szenen als Schachteltheater dramaturgisch um.


Der kleine Kadi oder der Olivenkrug
Wir, die Kinder der 4b, haben ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht szenisch umgesetzt.
Wir haben den Text gelesen, diesen inhaltlich bearbeitet und in ein Theaterstück umgeformt.
Dann haben wir Kulissen angefertigt, die Requisiten und Kostüme besorgt und eine Woche lang geprobt, um unser Stück am Ende der Projektwoche vor der ganzen Schule und den Eltern aufführen zu können.
Es war nicht leicht, das alles in der Kürze der Zeit zu schaffen!!!
Der tosende Applaus aber am Ende unseres Auftritts in der Turnhalle hat uns für die Mühen belohnt. Wir waren glücklich, dass wir derart gut abgeschnitten haben.
Will die Karawane reisen, müssen die Kamele mit!
Herr Schaffert von der Musikschule hat in den Klassen 1 und 2 mit diesem Song das Thema der Projektwoche musikalisch entschlüsselt. Die Kinder lernten eine von den Klängen her arabisch orientierte Melodie kennen. Sie sangen und begleiteten diese auf ihren Instrumenten und versetzten sich quasi in ein orientalisches Flair.
Emotionaler kann man keine Begegnung mit dem Orient herbeiführen - das Ferne und Fremde wird nah!
Drei Ringe - drei Religionen
Die religiösen Themen in "Nathan und seine Kinder" haben wir zum Anlass genommen, Judentum, Christentum und Islam in einer Ausstellung im Relgionszimmer vorzustellen. Die evangelischen und katholischen Kinder gestalteten dazu im Religionsunterricht Plakate, welche die wichtigsten Inhalte dieser drei Religionen beleuchteten.
In den Mittelpunkt der Ausstellung stellten wir ein Bild, mit dem wir auf den gemeinsamen Stammvater Abraham hinwiesen. Wenn wir uns auf unsere gemeinsame Herkunft besinnen, sollte ein friedliches Zusammenleben der drei großen Weltreligionen selbstverständlich sein, wie es auch in Nathans Ringparabel zum Ausdruck kommt.
Unsere Mädchen im Bauchtanzfieber
Die Schülerinnen aller Klassen hatten während der Projektwoche die Möglichkeit, an einem Workshop im Bauchtanz teilzunehmen. Zu orientalischer Musik wurde eine Choreographie eingeübt, die zehn sehr talentierte Mädchen aller Jahrgangsstufen als Tanzeinlage während des Theaterstücks „Der kleine Kadi“ präsentierten und dabei mit tosendem Beifall belohnt wurden.

